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Kurzbeschreibung: Drei bis vier Millionen Menschen leiden in Deutschland am Borderline-Syndrom, das als die Krankheit unserer Kultur verstanden wird. In keiner anderen Symptomatik seelischen Leidens spiegeln sich so deutlich charakteristische Merkmale unserer Gesellschaft: Orientierungslosigkeit, Zerstörungswut, aber auch eine neue Sinn- und Identitätssuche.

Über den Autor: Joachim Gneist, geboren 1938 in Bremen, studierte Theologie, Philosophie und Medizin. Nach Aus-bildung zum Facharzt für Psychiatrie und Weiterbildung in Psychodrama und Psychoanalyse, führt er seit 1975 eine eigene Praxis und ist als Ausbilder und Supervisor tätig.

 

Kurzbeschreibung: Wenn lieben weh tut richtet sich in erster Linie an Partnerinnen und Partner, die sich in einer Beziehung mit einem Menschen mit der Borderline-Persön-lichkeitsstörung befinden. Diese Verbindungen stellen für die Betroffenen immer eine große emotionale Belastung dar, da sie in einen Strudel von Idealisierung und Abwertung geraten sind und oft nicht mehr weiter wissen. Die Autorin Manuela Rösel, psychologische Beraterin aus Berlin, beschreibt in ihrem Buch Lösungsmöglichkeiten, an-gemessen mit dem Partner, der an der Borderline-Persönlichkeitsstörung leidet, umzugehen. Dabei legt sie besonderen Wert auf die Entwicklung der Selbst-wahrnehmung von Betroffenen, denn diese wird in der Borderline-Beziehung zunehmend untergraben. Die Autorin gibt wertvolle Informationen über das typische Verhalten beider Seiten. Sie geht insbesondere auf einfühlsame Kommunikation, Grenzsetzung und den Umgang mit charakteristischen Verhaltensweisen, wie doppelte Bot-schaften, emotionale Erpressung oder Selbstverletzung ein. Zuletzt gibt sie wertvolle Hinweise zur Trennung, sollte diese unumgänglich werden. Mit dieser Lektüre bekommen Sie effektive Werkzeuge in die Hand, das Gefühl der Hilflosigkeit hinter sich zu lassen und neue Wege zu einem konstruktiven Umgang mit sich selbst und dem Partner zu gehen - damit lieben nicht mehr weh tut.

Der Verlag über das Buch: Das erste und einzige deutsch-sprachige Buch zum Thema Kommunikation in der Borderline-Beziehung!

 

 

Kurzbeschreibung: Ein Leben in Extremen! Endlich liegt ein Buch vor, das sich breit verständlich mit der Borderline- Persönlichkeitsstörung auseinandersetzt. es veranschaulicht mit vielen Fallbeispielen die Symptomatik dieser wenig erforschten Krankheit und stellt verschiedene Therapiemöglichkeiten vor.

 

 

Kurzbeschreibung: Der Trend zum bewussten Umgang mit Körper und Geist lässt immer mehr Menschen zu natürlichen Heil- und Duftstoffen greifen. Eine bedeutende Rolle kommt dabei den ätherischen Ölen zu. So mancher möchte sein Öl selbst herstellen mit selbst ausgesuchten Rohstoffen, ohne chemische Zusätze und mit individueller Duftnote. Allerdings gab es bislang keinen Ratgeber, der den Herstellungsprozess für Laien detailliert beschreibt. Das vorliegende Buch schließt diese Lücke. Fachkundig informieren die Autoren über die Verwendung heimischer und exotischer Pflanzen und die notwendigen Gerätschaften zur Ölgewinnung. Anschaulich werden die entsprechenden Verfahren erläutert und die Anwendungsmöglichkeiten als Parfüm, Creme oder Shampoo vorgestellt. Über das Produkt Der Trend zum bewussten Umgang mit Körper und Geist lässt immer mehr Menschen zu natürlichen Heil- und Duftstoffen greifen. Eine bedeutende Rolle kommt dabei den ätherischen Ölen zu. So mancher möchte sein Öl selbst herstellen mit selbst ausgesuchten Rohstoffen, ohne chemische Zusätze und mit individueller Duftnote. Allerdings gab es bislang keinen Ratgeber, der den Herstellungsprozess für Laien detailliert beschreibt. Das vorliegende Buch schließt diese Lücke.

Fachkundig informieren die Autoren über die Verwendung heimischer und exotischer Pflanzen und die notwendigen Gerätschaften zur Ölgewinnung. Anschaulich werden die entsprechenden Verfahren erläutert und die Anwendungsmöglichkeiten als Parfüm, Creme oder Shampoo vorgestellt.

 

Kurzbeschreibung: Glück ist, sich am Anblick einer Sonnen-blume erfreuen zu können, behauptet Manfred Spitzer. In lockerem Ton erzählt Deutschlands bekanntester Hirn-forscher wie Glücksgefühle in unserem Gehirn entstehen, welche Rolle daran Erziehung und persönliche Einstellung spielen und er sagt uns, ob und wie man Glück erlernen kann. In seiner Anleitung zum Glücklichsein macht der Psychiater Manfred Spitzer deutlich, dass Glück oft nur eine Kleinigkeit im Leben ist.

Der Verlag über das Buch Nach dem Erfolgstitel Mozarts Geistesblitze ein weiteres witziges, lehrreiches und brillant erzähltes Hörbuch, von einem der führenden Hirnforscher Europas.

 

»Maaz befreit Frauen vom Rollenklischee der allgütigen Mutter. Endlich sind Mütter Menschen, die sich zu ihrer Schattenseite bekennen dürfen. Pflichtlektüre für alle…!« Julia Onken

Lilith wurde von Adam verstoßen, Eva aus seiner Rippe geschaffen. Die beiden mythischen Frauenfiguren verkörpern Prinzipien des Weiblichen, die bis heute nicht versöhnt sind. Das ist die Ursache für ein verlogenes Bild von Mütterlichkeit mitsamt seinen negativen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft: Lebensgemeinschaften zerbrechen immer häufiger, Frauen erleben sich in ihrer Rolle als Mutter um wesentliche Aspekte ihrer Weiblichkeit betrogen, Eltern stehen den Wünschen und Ansprüchen ihrer Kinder oft hilflos gegenüber.

In vielen Beziehungsstörungen Erwachsener spiegelt sich eine grundsätzliche Störung des Mutter-Kind-Verhältnisses wider, Resultat eines Bildes von Mütterlichkeit, das von der Gestalt der ihre eigenen Bedürfnisse unterordnenden und aufopferungsbereiten Eva geprägt ist und der Realität heute nicht mehr entspricht.

Der Lilith-Komplex, also die Tabuisierung dieses Aspekts und die daraus resultierende Schuld, ist kulturell tief verankert, wird in der frühen Mutter-Kind-Beziehung reaktiviert und damit weiter getragen.

  Der Autor des »Lilith-Komplexes« stellt sich den Fragen einer FrauMütterlichkeit - ist das nur Hüten, Pflegen und Nähren? Und was ist die Konsequenz, wenn wir gegenläufige Impulse verdrängen? Maaz diskutiert diese Spannung offen. Und er fragt weiter: Wie kann »Mütterlichkeit« - nicht als typisch »weibliche« Eigenschaft, sondern als übergeschlechtlicher Wert - im Verhältnis von Männer und Frauen, im Alltag der Familie und in allen Lebensbereichen unserer Gesellschaft wieder mehr Raum gewinnen? Er zeigt, welche positiven Möglichkeiten entstehen, wenn Mütter und Väter mit ihren unbewussten, verdrängten Seelenanteilen versöhnt sind und sich als Familien-Menschen gegenseitig unterstützen. Polarisierung führt nicht weiter. Erst wenn wir die tabuisierten und abgespaltenen »dunklen« Aspekte in uns wieder annehmen und integrieren, kann auch das gestörte Verhältnis unserer Gesellschaft zur Mütterlichkeit geheilt werden.
  Nach dem Bestseller Der Lilith-Komplex das neue Buch von Hans-Joachim Maaz: Wie können wir den Gefühlsstau in unseren Beziehungen auflösen und zu einer neuen, durch Ehrlichkeit und Offenheit geprägten Beziehungskultur finden? Liebe, das bedeutet oft nicht nur Leidenschaft und gute Gefühle, sondern auch Verstrickung und tiefe Enttäuschung aufgrund unerfüllt bleibender Erwartungen. Die Liebesfalle schnappt immer dann zu, wenn der Partner dazu benutzt wird, erlittenes Leid abzureagieren, und die Beziehung die Folgen vorhandener Störungen verstärkt. Der bekannte Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz zeigt in diesem Buch, wie man der Liebesfalle entkommt. Den Schlüssel dazu sieht er in einer gelebten Beziehungskultur, zu der z.B. gehört: * die eigene Befindlichkeit zu reflektieren * erst zu fühlen und dann zu handeln * sich unverstellt mitzuteilen * Mut zu klaren Ansagen und Aussagen * zuzuhören, ohne Druck auszuüben * stets verhandlungsbereit zu bleiben Maaz' neues Buch ist voller Zuversicht: Eine lebendige Beziehung kann zur Quelle dynamischer Weiterentwicklung beider Partner werden und ihnen tiefe Befriedigung jenseits von Konsum und Erfolgsdruck verschaffen.
  Die erste Liebe in unserem Leben ist unsere Mutter. Es ist für uns überlebenswichtig, ihr Gesicht, ihre Stimme, die Bedeutung ihrer Stimmungen und ihre Mimik zu erkennen. Christine Ann Lawson beschreibt einfühlsam und verständlich, wie Kinder von Borderline-Müttern unter den Stimmungsschwankungen und psychotischen Anfällen leiden und verzweifelt nach Strategien der Bewältigung dieser Erlebnisse suchen. Borderline-Mütter treten dabei ihren Kindern in vier verschiedenen Figuren gegenüber: als verwahrloste Mutter, die Einsiedlerin, die Königin und die Hexe. Lawson zeigt, wie man sich um die Verwahrloste kümmern kann, ohne sie retten zu müssen, und um die Einsiedlerin, ohne ihre Angst zu verstärken; wie man die Königin liebt, ohne ihr Untertan, und wie man mit der Hexe lebt, ohne ihr Opfer zu werden.
  Borderline-Verhalten ist für die Betroffenen aufreibend und oft zerstörerisch, aber auch für Angehörige, Partner und Freunde, die häufig von den prekären Verhaltensweisen der Erkrankten dominiert werden. Wie also verhält man sich als Angehöriger "richtig"? Auf diese Frage geben die Autoren Antwort, indem sie die täglichen Verhaltens- und Beziehungsfallen aufzeigen, die sich im Leben mit Borderlinern auftun. Sie geben wertvolle Anregungen und Tipps, um selbst psychisch stabil zu bleiben und hilfreich zu sein für den erkrankten Partner.
  Dieses Buch ist eine hervorragende Ergänzung zum Ratgeber "Schluss mit dem Eiertanz". Der Schwerpunkt liegt hier auf dem besseren Verstehen der eigenen Situation als Angehöriger eines Borderline-Betroffenen. Es gibt Anregungen, die Kommunikation und das eigene Verhalten klarer und fruchtbarer zu gestalten. Das Arbeitsbuch kann eigenständig gelesen werden, die vorherige Lektüre von "Schluss mit dem Eiertanz" ist aber sicher hilfreich.
  Das Buch bietet Borderlinern Anregungen und Empfehlungen, mit zentralen Problembereichen ihrer Störung angemessen umzugehen. Ob es um selbstverletzendes Verhalten, das Empfinden der inneren Leere oder um die Bewältigung traumatischer Erfahrungen geht - immer gibt es Möglichkeiten, nicht im Borderline-Erleben zu versinken. Christiane Tilly und Andreas Knuf haben die Erfahrungen zahlreicher Borderliner ausgewertet und zeigen auf, wie man sein Potenzial zur Selbsthilfe entdecken und nutzen kann. Erprobte Krisenbegleiter wie der "Notfallkoffer" und viele weitere konkrete Tipps machen dieses Buch zur Fundgrube für alle, die unabhängiger werden und mit oder ohne therapeutische Unterstützung klarkommen wollen.
  Millionen von Menschen leiden unter der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) - mit deutlich steigender Tendenz. Prinzessin Diana war eine der bekanntesten Betroffenen. Diese Störung kann sich unter anderem auszeichnen durch extreme Stimmungsschwankungen, destruktives Verhalten, Angst vor Verlassenwerden, Schwierigkeiten, Verpflichtungen einzuhalten, Probleme mit stabilen Bindungen, Suizidgefahr, innere Leere und ein stark schwankendes Selbstwertgefühl. BPS galt bis vor kurzem als schwer bis gar nicht therapierbar und war von vielen Rätseln umgeben. Jerold J. Kreisman und Hal Straus vermitteln anhand anschaulicher Fallbeispiele die neuesten Erkenntnisse über Therapie- und Selbsthilfemaßnahmen und bieten mit der Vorstellung der erfolgversprechendsten Behandlungsmethoden fachkundige und hilfreiche Unterstützung.
  Borderline - damit wird eine Vielzahl von Verhaltensweisen und Gefühlen beschrieben. Timm Flemming bekam 2002 die Diagnose, durch die seine Ängste und Schmerzen endlich einen Namen erhielten. Von klein auf galt er als eigenwillig, seltsam,"anders". Die Eltern nehmen sich beide das Leben, als er vierzehn ist. Seine Trauer schlägt sich in Depressionen, einer Essstörung und ersten Selbstverletzungen nieder. Es beginnt ein harter Weg mit mehreren Klinikaufenthalten. Heute hat Timm ein stabiles Leben aufgebaut und gelernt, Borderline nicht nur als Fluch, sondern auch als Segen zu betrachten, seine Kreativität auszuleben und seine extreme Sensibilität sinnvoll zu nutzen.
  Verständlich und umfassend: das Handbuch zur Borderline-Störung. Endlich extremes Verhalten verstehen. Menschen mit einer Borderline-Störung leiden unter extremen Stimmungsschwankungen. Sie neigen zu heftigen, aber instabilen Partnerschaften. Oftmals weist ihr Leben viele Brüche auf. Vom Borderline-Syndrom sind vorrangig junge Erwachsene betroffen. Alles über die geeigneten Therapieansätze und wo Sie Hilfe finden. Anhand vieler Berichte gibt das Buch einen bewegenden Einblick in die Innenwelt von Betroffenen. Die Autoren zeigen detailliert, welche speziellen therapeutischen Möglichkeiten Hilfe bieten: die dialektisch-behaviourale Therapie (DBT) und die übertragungsfokussierte Psychotherapie (TFT) stehen dabei im Mittelpunkt. Spezialteil: Wie Angehörige und Partner ihren Alltag gestalten. Einzigartig ist das große Kapitel, das sich an Angehörige und Partner wendet. Sie finden wertvolle Hilfe, um die eigenen Grenzen zu wahren und schwierige Situationen wie die Selbstverletzung zu meiste rn. Auch hier erzählen Betroffene und ihre Partner von ihren Erfahrungen und Lösungswegen, mit denen sie ein Leben mit der Borderline-Störung trotz aller Hürden verwirklichen. Dr. phil. Dr. med. Günter Niklewski ist Leitender Arzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Nürnberg. Er baute dort eine eigene Station für Borderline-Patienten auf. Frau Dr. phil. Rose Riecke-Niklewski ist Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin in eigener Praxis. Beide haben neben Fachpublikationen erfolgreiche Sachbücher veröffentlicht.
  Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung verunsichern das therapeutische Personal oft massiv: Kränkungen sind auszuhalten, Abwertungen, schnelle Wechsel von hohen Nähewünschen zu radikaler Distanz. Dazu spalten diese Patienten so manches therapeutische Team und verursachen dadurch weitere Konflikte.
Ewald Rahn, der bereits einen sehr erfolgreichen Ratgeber zum Thema "Borderline" für Betroffene und Angehörige geschrieben hat, wechselt in diesem Buch die Perspektive und gibt Anregungen, wie professionell Tätige dem Borderline-Verhalten therapeutisch angemessen begegnen und hilfreich arbeiten können. Er schafft ein tieferes Verständnis für diese Erkrankung, indem er veranschaulicht, warum sich diese Menschen so verhalten, was sich hinter dem Verhalten wirklich verbergen kann und welche Gefühle und Befindlichkeiten dahinter stehen. Kurz und prägnant stellt E. Rahn einleitend theoretische Modell der Borderline-Störung dar. Darauf aufbauend zeigt der Autor konkret, was Ziele der Hilfen sein können, wie die Hilfen zeitlich strukturiert sein sollten, wie sich mit den Patienten Vereinbarungen (etwa bei Suizidalität) treffen lassen und wie schließlich Hilfe zur Selbsthilfe führen kann.
  Das Buch bietet ein spannendes Kaleidoskop von Gesundungswegen bei Borderline. Es macht jungen Menschen mit dieser psychischen Störung Hoffnung und zeigt, welche Schritte andere Betroffene gegangen sind. Ein wahres Mutmachbuch, das sich gegen die gängigen Vorurteile wendet, dass Borderline nicht behandelbar und auch nicht heilbar sei!Dieses Buch zeigt nicht nur, dass Genesung möglich ist, sondern auch wie sie gelingen kann. Andreas Knuf bat Betroffene, ihren Weg der Gesundung zu schildern. Es erstaunt nicht, dass die Faktoren und Bedingungen, die von allen als wesentlich genannt werden, sich ähneln: Menschen der Umgebung, die den Kontakt nicht abgebrochen haben, Therapeuten, die als Menschen spürbar waren und den Betroffenen wirklich ernst genommen haben, Selbsthilfe und die Entscheidung zur Selbstverantwortung. Nur die Wege dahin sind ganz individuell, ebenso wie Gesundung ein Entwicklungsprozess ist, der unterschiedlich verläuft. Tröstlich für alle ist es zu hören, dass die meisten jenseits der dreißig ein völlig normales Leben führen.
 

 

Auf der Grenzlinie zwischen Leben und Tod

Ein psychisch Erkrankter, der wie ein Schwerverbrecher behandelt wird - ein Justizsystem, das sich keine Mühe gibt, die Fakten richtig zu beurteilen - und eine Gesellschaft, die lieber nicht so genau hinsieht: Dies ist die bewegende Biografie einer Borderline-Persönlichkeit, deren wahre Krankheit über Jahre nicht erkannt wird. Und es ist gleichzeitig ein kritisches Spiegelbild der deutschen Justiz und ihrer Behörden, die nicht zuletzt Mitschuld tragen am Lebensweg von Peter Detert.

Als Peter Detert sechs Jahre alt ist, lassen sich seine Eltern scheiden, und die Mutter verlässt das Haus, ohne sich jemals wieder zu melden. In den folgenden Jahren wechselt Detert achtmal die Schule, erlebt diverse Stiefmütter, Heime und Pflegefamilien. Er hat jedoch Glück: Das Heim, in das er mit sechzehn Jahren kommt, bietet ihm großen Halt. Er wird ein guter Schüler und besucht die Fachoberschule. Doch an der Schwelle zum Erwachsenensein bricht seine Krankheit aus, und sein Leben verändert sich auf dramatische Weise: Ohne einen für seine Umwelt erkennbaren Grund wirft er sich vor einen Lkw. Und es wird nicht sein letzter Suizidversuch bleiben. Das Borderline-Syndrom, eine Persönlichkeitsstörung, die - wörtlich übersetzt - die Grenzlinie zwischen einer Vielzahl von auffälligen neurotischen und psychotischen Verhaltensweisen und Gefühlen bedeutet, ist zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend unerforscht und bleibt unerkannt. Falschtherapien bis hin zu Zwangseinweisungen in geschlossene Kliniken und die Forensik folgen. Schließlich driftet Peter Detert in die Kriminalität ab. Für einige Zeit wird er Deutschlands meistgesuchter Verbrecher. Erst als er einem verständnisvollen Richter begegnet, kann er sich schließlich nach Jahren doch noch aus diesem Teufelskreis befreien.

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